Bild Nr. 1
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Systemaufstellungen

Das Beziehungsgeflecht innerhalb eines Systems (Arbeitsumfeld, Organisation, Schulklasse,…) lässt sich mit einer Systemaufstellung sehr gut erfassen. In meinen Seminaren arbeite ich gerne mit personalen Stellvertreter:innen. Ein:e Teilnehmer:in stellt ihr: Anliegen vor und im Rahmen eines kurzen Gespräches werden die wesentlichen Akteur:innen oder Aspekte herausgearbeitet. Für diese wählt sie: dann Stellvertreter:innen aus dem Teilnehmer:innenkreis und positioniert sie entsprechend ihrem: inneren Bild im Raum. Durch die Betrachtung des Bildes und geäußerte Wahrnehmungen  oder Impulse der Stellvertreter:innen gelangt der: Aufstellende neue Informationen. Diese können zu einer veränderten inneren Haltung und damit einhergehend zur Verhaltensänderung führen. Teilweise ist es auch möglich, Lösungsbilder zu kreieren und somit – symbolisch – eine günstigere Ordnung her zu stellen. Eine Aufstellung ermöglicht neue Sichtweisen auf das Problem und kann eine Vorstellung von der Lösung vermitteln. Mittel- bis langfristig lässt sich dadurch – entsprechende innere Bereitschaft zur Veränderung vorausgesetzt – eine nachhaltige Lösung herbei führen. Konkrete, kurzfristig wirkende Handlungsschritte zur gezielten Lösung des Problems zeigt eine Aufstellung in der Regel jedoch nicht auf.

Im Einzelsetting ist eine Aufstellung mithilfe von Symbolen (Familienbrett, Bodenanker, ...) möglich.
Zu den Systemaufstellungen gehören neben Organisationsaufstellungen (oder Teilen einer Organisation) auch Symptomaufstellungen, Supervisionsaufstellungen oder Aufstellungen des inneren Teams.
 

Familienaufstellungen

Familienaufstellungen sind Systemaufstellungen des Familiensystems. Hier arbeite ich mit personalen Stellvertreter:innen und Ausgangspunkt ist ebenfalls ein individuelles Anliegen eine:r Teilnehmer:in oder eines Paares. Familienaufstellungen sind also kein Selbstzweck. Sie dienen vielmehr dem Aufdecken von Zusammenhängen zwischen Problemen der aktuellen Lebensgestaltung (z. B. in der Partnerschaft, Ängsten, Krankheiten, …) und dem Familiensystem. Hier spielt die transgenerationale Perspektive eine besondere Rolle. So können beispielsweise traumatisierende Erfahrungen der Großeltern während des zweiten Weltkriegs (Täterschaft, Verfolgung, Ausbombung, gefallene Geschwister, Flucht, Vertreibung, Vergewaltigung, …) Auswirkungen bis zu ihren Enkeln oder Urenkeln haben. Ungewollt und unbewusst werden die aus dem Erlebten resultierenden Ängste oder Schuldgefühle an die Kinder und – über diese wiederum – an die Enkel weiter gegeben. Die Kinder oder Enkel werden so (natürlich auch wieder unbewusst und ungewollt) in das Schicksal ihrer Eltern oder Großeltern verstrickt. Die Personen sind dann nicht in der Lage ihr eigenes Leben zu leben, sondern tragen „fremden“ Ballast mit sich. Über eine Familienaufstellung können solche Verstrickungen sichtbar gemacht und somit der Grundstein zur Lösung gesetzt werden. Zusätzlich zu den Informationen und möglichen Lösungsbildern die eine Aufstellung liefert, kann innerhalb einer Familienaufstellung manchmal auch durch die Arbeit mit Ritualen ein erster Schritt in Richtung Lösung gegangen werden.
Auch bei einer Familienaufstellung wird zuerst in einem kurzen Gespräch das Anliegen der: Teilnehmer:in sowie wesentliche Informationen (meist in Form eines Genogramms) erfasst. Im Anschluss wird dann je nach Anliegen das Gegenwartssystem und/oder das Ursprungssystem der Teilnehmer:in mit Stellvertreter:innen aus der Gruppe aufgestellt. Nach einer Betrachtung und Deutung des aufgestellten Bildes zusammen mit der Teilnehmer:in erfrage ich die Wahrnehmungen und Impulse der einzelnen Stellvertreter:innen. Manchmal ergibt sich dadurch bereits ein lösendes Bild, manchmal wird ein Lösungsbild gestellt oder mit Ritualen gearbeitet. 

 

Termine findest du unter "Seminare und Workshops"

 

 

 

Kontakt und Terminvereinbarung

Karolin Doer

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